Häufig gestellte Fragen in einer astrologischen Beratung

Kann man voraussagen, wann der richtige Partner ins Leben tritt?

Das Horoskop zeigt die persönliche Beziehungsthematik und auch die partnerbezogenen Lebensrhythmen. Es gibt astrologisch definierte Zeiten, in denen es sich besonders lohnt, offen für neue Beziehungen zu sein und aktiv auf Begegnungen zuzugehen. Andere Zeiten eignen sich eher, um sich intensiv mit den persönlichen Beziehungsmustern auseinanderzusetzen, um später wirklich bereit zu sein für eine Liebe. Ob der richtige Partner gefunden ist, bleibt jedoch auch bei allerbesten astrologischen Aspekten ein ganz persönliches Urteil.

Was kann die psychologische Astrologie für die Partnersuche leisten?

Die Stärke der seriösen psychologischen Astrologie liegt im bewusst machen der persönlichen Potenziale – auch im Beziehungsbereich. Wenn die inneren partnerschaftlichen Suchbilder definiert sind, fällt es vielen Menschen wie Schuppen von den Augen. Sie erkennen sich unmittelbar wieder. Wichtig: Voraussetzung für jede astrologische Aussage sind das Geburtsdatum, der Ort und die exakte Uhrzeit der Geburt. Menschen mit Feuer-Betonung möchten beispielsweise mit dem Partner aktiv sein, sie haben Lust auf Neues, gehen gern Risiken ein und schätzen ein gewisses Prickeln und mögen Tempo. Erde-Betonung im Horoskop kündigt eher Sicherheitsbedarf an. Wasser und Luft bringen wieder andere Affinitäten mit sich.In der astrologischen Beratung erscheinen diese Potenziale meistens in Mischformen. So ist es möglich, dass ein auf Sicherheit ausgerichteter Horoskopeigner sich unbewusst nach einem Partner sehnt, der Risiken eingeht und mehr Abenteuer in sein Leben bringt. Der Astrologe kann diese konträren Bedürfnisse bewusst machen und lösungsorientiert beraten. Je mehr der Partnersuchende bereit ist, selbst ein wenig risikofreudiger zu agieren, umso weniger wird er Menschen anziehen, die ihm zu abenteuerlich vorkommen.

Wie kann man die psychologische Astrologie nutzen, um den Partner fürs Leben zu finden? 

Den Partner fürs Leben kann auch die Astrologie nicht vorhersagen und herbeizaubern. Sie ist allerdings ein einzigartiges Instrument zur Selbsterkenntnis: Was tut mir gut, was sind meine innersten Beziehungsbedingungen, was brauche ich, um mich wohl zu fühlen und wie kann mich am besten öffnen und entfalten? So schafft man Bewusstsein und optimale Voraussetzungen, um anderen Menschen und auch einem neuen Partner offen zu begegnen.

Welche Ursachen können Krisen haben?

Im frühen Stadium der Beziehung werden die wunden Punkte des Partners unbewusst wahrgenommen. Es sind diejenigen, die in einer noch ungeklärten Beziehung im Ergänzungsmuster zu unseren Schwachpunkten stehen. Wir hören sie wie ein leises Echo einer uns bekannten Melodie, jedoch hüten wir uns, sie zu summen: Über diese Themen wird tunlichst nicht gesprochen. Es ist der wahre Schatten der Beziehung, der nicht mit dem „vorzeigbaren“ Schatten zu verwechseln ist. Um diesen Schatten besser zu tarnen, wird durchaus auch ein wenig über den „vorzeigbaren“ gesprochen, so als sei alles geklärt und in bester Ordnung. Diese komplementären Schwächen werden aber nicht erwähnt. Man hofft, dass jeder sie stillschweigend akzeptiert. Es findet ein psychologischer Deal statt: Der Mann mit dem frühzeitigen Erguss verbindet sich mit einer frigiden Frau. Diese beiden Symptome ergänzen sich in idealer Weise. Der Mann nimmt bei seiner Partnerin wahr, dass sie Mühe hat, Lust zu empfinden, während die Frau erlebt, dass ihr Partner zu schnell zum Orgasmus kommt. Sie sprechen aber nicht darüber. Das Paar hat sexuelle Schwierigkeiten, die aber beiden „passend“ kommen. Jeder von ihnen wird denken, dass der Andere daran schuld ist. Nach der Verliebtheitsphase werden sie über andere Dinge streiten, bspw. wer einkaufen geht oder wer die Wohnung putzt. Letztendlich sind diese Streitigkeiten nicht schlimm, denn beide ahnen, dass das Problem eigentlich woanders liegt. Es ist ihnen mehr oder weniger bewusst, ohne dass sie es sich eingestehen. Entscheidend ist dabei, dass sie sich im Umfeld dieser Symptome getroffen und miteinander einen „Pakt“ geschlossen haben: “Ich dulde deine Schwäche, weil du nicht an meine rührst.“  Die Krise in der Beziehung findet genau dann statt, wenn diese Vereinbarung in Frage gestellt wird.

Das Partnerschaftshoroskop spiegelt ganz klar solche Verhältnisse wider. Aber es deckt Schwächen nicht in peinlicher Form auf, sondern legt liebevoll Balsam auf die wunde Stelle: Ein astrologisches Symbol zeigt niemals nur eine mögliche Schwäche, sondern immer auch zugleich die entsprechende Stärke. Der Berater schenkt dem Ratsuchenden seine Liebe und tastet sich behutsam an die Lösung heran. Mehr oder weniger wird es bei einer Beratung immer darum gehen, eigene Schwächen als nicht so inakzeptabel zu empfinden, dass sie verdrängt werden müssten. Der Berater hilft, nachsichtig mit ihnen in Beziehung zu treten. Ähnlich wie eine liebevolle Mutter die Schwäche ihres Kindes wahrnimmt, aber sich zugleich ihre mögliche positive Entwicklung vorstellt, so zeigt der Berater, welche Lösungswege das Horoskop offenbart.

Fazit:

Die meisten Probleme entstehen nicht, weil wir "verkorkst" sind, sondern weil wir zu unbarmherzig mit unseren Defiziten umgehen. Finden wir Wege, uns selbst in dieser Hinsicht wertschätzender und humorvoller zu begegnen, dann steigert sich unser Selbstwertgefühl. Somit entsteht das nötige Fundament, auf dem sich Lösungen stabil halten können. Astrologisch gesehen, stehen Venus für die wertschätzende Beziehung zu sich selbst und Jupiter für Optimismus und Humor dem Leben gegenüber. Es sind die zwei so genannten Glücksplaneten, Venus symbolisiert das kleine und Jupiter das große Glück. 

Anmerkung: Weitere Texte in dieser Form über Job, Beruf und Berufung im Horoskop folgen in Kürze

Warum verlieben sich bestimmte Menschen in einander? 

Und wieso fühlen wir uns in dieser Phase so verzaubert? Ist es nicht das Gefühl, dass der Partner unsere positiven Seiten aktiviert und die negativen zum Stillstand bringt? Die „engelhaften“ Züge werden gegenseitig stimuliert, während die „teuflischen“ im Hintergrund in einen Dämmerzustand treten. Das Paar projiziert zu diesem Zeitpunkt alles Negative auf die Außenwelt, was die Isolierung der beiden noch verstärkt. In der Tat genügen sie sich selbst. Ambivalenzgefühle und Blockaden betreffen sie nicht mehr.Allenfalls finden sie diese Empfindungen in der Außenwelt im Zusammenhang mit ihren Familien, Freunden oder Kollegen wieder. Das Paar bildet eine gemeinsame, von einem wunderbaren Ganzheitsgefühl getragene Zelle. Was ist passiert? Zwei Menschen haben zusammengefunden, die sich scheinbar gegenseitig vom Bösen erlöst haben. Jede Verbindung mit dem Partner impliziert das Verlangen, von früheren Konflikten befreit zu werden: „Ich liebe dich, weil du mich von meinen Dämonen befreist“. Darauf beruht im Wesentlichen die Partnerwahl. Und das Interessante besteht darin, dass wir haargenau solche Motive im Horoskop wieder finden können.

Ein Beispiel:

Die Frau, die sich nach einem starken Mann sehnt, an dessen Schulter sie sich anlehnen kann, und der Mann, der ein zartes Wesen sucht, das ihn emotional wärmt, werden sich finden, weil sich ihre bewussten Bedürfnisse entsprechen. Oftmals stehen aber diese bewussten Bedürfnisse im Widerspruch zu den unbewussten. Es könnte sein, dass diese Frau zugleich einen Mann sucht, auf den sie Einfluss und Macht ausüben kann. Bei ihm wiederum ist es möglich, dass dieser Mann Ängste vor Frauen hat und es vorzieht, eine gewisse Distanz aufrechtzuerhalten, weil Frauen ihm bedrohlich erscheinen. Er wählt also nicht deshalb ein zartes Vögelchen, weil er es beschützen möchte, sondern weil er Angst vor einer gleichwertigen Partnerschaft hat. Vielleicht entspricht der Aszendent der Frau einem zarten Zeichen wie Fische oder Waage, während ihre Sonne sich im 8. Haus, im Skorpion oder im Widder befindet. Dieser Mann könnte einen Aszendent Löwe haben, seinen Mond aber im Widder im 8. Haus. Die Widder-Sonne der Frau könnte im Trigon mit dem Mond des Mannes stehen, was sicherlich eine starke Anziehung ergibt. Entscheidend sind aber die bewussten und unbewussten Motive des Zusammenfindens. Wenn sie von großen Diskrepanzen gekennzeichnet sind, wird die Beziehung früher oder später in eine Krise geraten. Die unbewussten Motive werden sich melden und einer Klärung bedürfen.

Fazit:

Die wahren Katastrophen entstehen nicht dadurch, dass sich eine Krise manifestiert, sondern dann, wenn anstehende Krisen vermieden werden.